Unterstützer gesucht!

  • GEGEN DAS ELEND AN DEN GRENZEN EUROPAS
  • Berichte über Österreichs Einsatz bei Katastrophen und Notlagen
  • Ermutigung im Bemühen um eine Europäische Flüchtlingspolitik
  • Hintergründe zu Erfolg und Scheitern von Hilfsmaßnahme
  • Dokumentation der Unterstützer aus Kultur, Sport und Politik
  • Ehrlicher Dialog über FREIHEIT (religiös und politisch)
  • Einsatz für Not-Aufnahme von 100 Familien aus Kara Tepe.

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DAS ABENTEUER FREIHEIT

Amnesty International fordert sofortige Evakuierung von Kara Tepe (22.12.2020)

FORDERUNG NACH EINER SOFORTIGEN EVAKUIERUNG DES LAGERS KARA TEPE UND DER AUFNAHME VON GEFLÜCHTETEN IM RAHMEN EINES UMFASSENDEN RELOCATIONPROGRAMMS
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Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau!
Sehr geehrte Herren Landeshauptmänner!

Amnesty International dokumentiert seit Jahren Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen der Europäischen Union und fordert von den Verantwortlichen, diese sofort zu beenden. Die entsetzlichen Zustände an den Außengrenzen haben sich mittlerweile mitten in Europa fortgesetzt, vor allem die Situation von Geflüchteten in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, insbesondere im Lager Kara Tepe auf Lesbos, ist seit längerer Zeit unerträglich. Mehr als drei Monate nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria hat sich diese katastrophale Situation weiter verschlimmert und die Menschen leben nun vor allem auf der Insel Lesbos unter unmenschlichen Bedingungen. Die unhygienischen Bedingungen im Lager Kara Tepe und anderen Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln haben unter anderem dazu geführt, dass Kleinkinder von Ratten gebissen werden und sich Durchfall- und Atemwegserkrankungen sowie die Krätze ausbreiten. Die Zelte, in denen die Geflüchteten leben, sind undicht, stehen mitten im Schlamm und bieten wenig Schutz vor den immer niedriger werdenden Wintertemperaturen. Darüber hinaus tragen die katastrophalen Lebensbedingungen dazu bei, dass die Betroffenen immer häufiger an psychischen Beschwerden leiden und viele Kinder Suizidgedanken äußern. Trotz dieser menschenunwürdigen Zustände lässt die EU und ihre Mitgliedsstaaten, darunter auch Österreich, die betroffenen Menschen völlig im Stich. Diese sichtbare Menschenverachtung Wien, den 22.12.2020 FORDERUNG NACH EINER SOFORTIGEN EVAKUIERUNG DES LAGERS KARA TEPE UND DER AUFNAHME VON GEFLÜCHTETEN IM RAHMEN EINES UMFASSENDEN RELOCATIONPROGRAMMS SEITE 2 /2 inmitten der Europäischen Union ist nicht das, wofür die EU und die Menschen, die in der EU leben, stehen. Die europäische Politik muss sich auf ihr Fundament – die Menschenrechte – besinnen und international menschenrechtskonforme Lösungen vorantreiben. Angesichts dieser humanitären und menschenrechtlichen Katastrophe ist es nicht hinnehmbar, dass Politiker*innen es nicht schaffen, an einem Strang zu ziehen und die Situation für die Menschen an den EU-Außengrenzen nachhaltig zu verbessern. Die kontinuierliche Verschlechterung der Situation zeigt, dass auch die sogenannte “Hilfe vor Ort” nicht bei den Betroffenen ankommt. Maßnahmen wie die Errichtung eines Tagesbetreuungszentrums für Kinder sind vollkommen unangemessen und eine zynische Antwort auf die katastrophale Lage. Um den Menschen schnellstmöglich eine nachhaltige Lebensperspektive zu geben, braucht es daher nicht nur eine wirksame Hilfe vor Ort, sondern  eine sofortige Evakuierung des Flüchtlingslagers Kara Tepe und anderer Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln und die  Beteiligung Österreichs an einem umfassenden Relocation-Programm. Auch der Bundespräsident hat sich mittlerweile aufgrund der Notsituation deutlich für die Aufnahme von Geflüchteten ausgesprochen und an die Bundesregierung appelliert, “eine humanitäre Geste im Sinne von Erster Hilfe” zu setzen. Aus Sicht von Amnesty International handelt es sich dabei um keine Frage des guten Willens, sondern um menschenrechtliche Verpflichtungen. Zahlreiche Gemeinden und Hilfsorganisationen in Österreich haben sich bereits zur Aufnahme und Versorgung besonders schutzwürdiger Personengruppen wie z.B. Familien mit Kindern bereit erklärt. Angesichts dieser Hilfsbereitschaft sind das sture Verharren und Blockieren der Bundesregierung und mancher Bundesländer untragbar und eines modernen Rechtsstaats, der sich in seiner Verfassung zu den Menschenrechten bekennt, unwürdig. Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrte Frau Landeshauptfrau, sehr geehrte Herren Landeshauptmänner, wir fordern Sie daher auf, ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und umgehend die entsprechenden Maßnahmen zur Evakuierung des Flüchtlingslagers Kara Tepe und anderer Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sowie zur Aufnahme von Geflüchteten im Rahmen eines umfassenden Relocation-Programms einzuleiten. Mit vorzüglicher Hochachtung Annemarie Schlack Geschäftsführerin Amnesty International Österreich

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Offener Brief von Künstlerinnen und Künstlern (22.Dezember 2020)

Wenn Sie/ihr das Anliegen mittragen wollt, bitten um Rücksendung des Namens, der Funktion in der Institution und des Orts in einer Mail an primas@forumstadtpark.at. Natürlich sind auch Einzelkünstler*innen und Kulturarbeiter*innen sehr willkommen.
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Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Kurz,
sehr geehrter Herr Vizekanzler Kogler,
sehr geehrter Herr Minister Anschober,
sehr geehrte Frau Ministerin Aschbacher,
sehr geehrter Herr Minister Blümel,
sehr geehrte Frau Ministerin Edtstadler,
sehr geehrter Herr Minister Faßmann,
sehr geehrte Frau Ministerin Gewessler,
sehr geehrte Frau Ministerin Köstinger,
sehr geehrter Herr Minister Nehammer,
sehr geehrte Frau Ministerin Raab,
sehr geehrter Herr Minister Schallenberg,
sehr geehrte Frau Ministerin Schramböck,
sehr geehrte Frau Ministerin Tanner,
sehr geehrte Frau Ministerin Zadic,
sehr geehrter Herr Staatssekretär Brunner,
sehr geehrte Frau Staatssekretärin Mayer,
bleibt die Kultur an den Grenzen Europas auch 2021 eine Kultur der Zerstörung menschlicher Würde und der Verletzung der Menschenrechte?
Nein, nicht in unseren Namen. Wir Kunst- und Kulturschaffende setzen uns ein für eine Kultur des Mitgefühls, der Menschlichkeit und der Hoffnung. Deshalb fordern wir die Evakuierung des Camps Kara Tepe. Jetzt!
Wir müssen hinschauen und gemeinsam handeln. In den letzten Wochen kommt endlich Bewegung in die Gemengelage rund um das Flüchtlingscamp Kara Tepe auf Lesbos. Hilfe vor Ort ist dringend notwendig, aber in dieser Krisensituation nicht ausreichend. Das Camp muss evakuiert, die geflüchteten Menschen auf die EU-Staaten verteilt werden. Gemeinsam mit vielen NGOs und Expert*innen aus dem Asyl-, Flüchtlings- und Menschenrechtsbereich fordern wir Sie, als die Verantwortungsträger*innen der österreichischen Bundesregierung dazu auf, in diesem Sinne tätig zu werden und den unzähligen Stimmen aus vielen unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen zu folgen.
Nehmen wir in Österreich Menschen aus dem Camp Kara Tepe auf, so, wie es sich viele Bürgermeister*innen mit ihren Gemeinden zutrauen, samt Verantwortung für friedensstiftende Integrationsmaßnahmen, die auch jene Menschen erreichen, die sich durch die Aufnahme von Geflüchteten bedroht fühlen. Setzen wir damit ein europäisches Zeichen der Solidarität mit der Bevölkerung von Griechenland und den Geflüchteten.
Lesbos steht stellvertretend für viele menschenunwürdige Situationen an den Grenzen Europas. Überall dort braucht es eine Kultur des hoffnungsstiftenden gemeinsamen Handelns, sowohl für die Menschen vor Ort, als auch für jene, die aus Elend und Not geflüchtet sind in der Hoffnung, in Europa die Chance auf ein Leben in Würde zu finden und für unsere eigene Würde, die verloren ist, wenn wir wegschauen, statt zu handeln.
Mit vereinten Kräften schaffen wir das!
Mit hoffnungsvollen Grüßen,
(Die Initiatorin dieses Aufrufs, Heidrun Primas, Präsidentin des Grazer Forum Stadtpark, leistet selbst seit 6.12. bis 30.12. humanitäre Arbeit als ehrenamtliche Helferin bei der ortsansässigen NGO home for all und als Gründungsmitglied des Unterstützungsvereins Flüchtlingshilfe/refugee assistance - Doro Blancke.)
die Unterzeichner*innen:
Heidrun Primas, Vorstand Forum Stadtpark, Graz
Robin Klengel, Vorstand Forum Stadtpark, Graz
Emil Gruber Vorstand Forum Stadtpark, Graz
Gerhard Ruiss, IG Autorinnen und Autoren Österreich, Wien
Lidija Krienzer-Radojevic, Geschäftsführerin 
IG Kultur Steiermark
, Graz
Markus Gönitzer, Spartenbeauftragter für Gesellschaftspolitik, Forum Stadtpark, Graz
Alfred Bramberger, Architekt, Mitglied im Forum Stadtpark, Graz
Adina Camhy, Künstlerin und Architektin, Wien
Johanna Doderer, Komponistin, Wien / 
Johanna Doderer Official Site
Eva Ursprung, Präsidentin 
Schaumbad - Freies Atelierhaus Graz
Wolfgang Temmel, Künstler, Graz
Irina Karamarkovic, freischaffende Künstlerin, Graz
Tina Bauer, Künstlerin und Musikerin, Wien
Volker Sernetz, 
OchoReSotto
, Graz
Max Gansberger, Künstler und technischer Leiter, Künstlerhaus Graz, Graz
Andrea Eckert, Schauspielerin, Wien
Josef E. Köpplinger, Staatsintendant und Regisseur, Staatstheater am Gärtnerplatz, München / 
Gärtnerplatztheater
Daniel Prohaska, Sänger und Schauspieler, Staatstheater am Gärtnerplatz, München
Maki Stolberg, Künstlerin, Graz
Uwe Gallaun, Obmann, 
Cooks of Grind
, Graz
Peter Ulrich, aXe::Förderung inklusiver Kulturprojekte, Graz
Rainer Prohaska, Künstler, Wien
Georg Haberler, Künstler, Wien
Klaus Meßner, Vorstand 
Zweite liga für kunst und kultur
, Graz
Franziska Hederer, Associate Prof. TU-Graz, Mitglied im Forum Stadtpark, Graz
Tanja Gurke, General Manager, 
Grazer Kunstverein
, Graz
Mag. Katharina Hofmann-Sewera,  Ausstellungsprojekt wir zeigen , Graz/Wien
Sandra Kocuvan, Geschäftsführerin der Steirischen Gesellschaft für Kulturpolitik, Graz / 
GKP - Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik
Christian F. Schiller, Komponist, Graz
Branko Lenart, Fotograf, Graz 
Josef Klammer, Medienmusiker, Gra
Ingrid Habenschuss, Freischaffende  Architektin, Wien
Claudia Unger, Museumsverantwortliche, Graz
Susanne Weitlaner, Obfrau Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark – Pavelhaus, Bad Radkersburg / 
Pavelhaus - Pavlova hiša
Johanna Hierzegger, Ensemblemitglied 
TIB - Theater im Bahnhof Graz
, Graz
Roman Klug, Universität Graz und freischaffender Künstler, Graz / 
Karl-Franzens-Universität Graz
Prof. Dr. Justin Winkler, Obmann Freies Radio Steiermark, Graz / 
Radio Helsinki
Martin Krammer, Architekt, Mitglied der Geschäftsleitung, Offconsult AG, Zürich /  
Offconsult AG
Pia Hierzegger, Autorin und Schauspielerin, Graz
Michaela Zingerle, Obfrau 
Styrian Summer Art
, Pöllau bei Hartberg
Mia Zabelka, Vorstand 
Klanghaus Untergreith
, Sankt Johann im Saggautal
Julia Gaisbacher, Fotografin, Wien
Martin Karner, Vorstand chmafu nocords, Graz
Olga Flor, Autorin, Graz / 
Olga Flor
Mag. Bernhard Wolf, Künstler, Graz 
Ed Hauswirth, Künstlerische Leitung Theater im Bahnhof, Graz
Thomas Wolkinger, Journalist, 
FH JOANNEUM
, Graz
Hildegard Könighofer, Künstlerin, Graz
Dietmar Jakely, Künstler und Grafiker, Graz
Lukas König, Musiker, Wien
Christine Teichmann, Künstlerin, VLG Graz (Verein zur Förderung der Literatur und performativen Gesellschaftskritik), Graz
Filipa Cicin-Sain, Obfrau AV-Kulturverein 
disko404
, Graz
...
Vielen herzlichen Dank und in diesem Sinne friedliche Weihnachten und ein gesundes Jahr 2021 für alle,
Heidrun Primas
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